Projekt Julius Lothar Meyer (1830-1895)

Julius Lothar Meyer. Mediziner & Chemiker. Er beschäftigte sich besonders mit dem Gasaustausch im menschlichen Organismus. Ab 1860 auch mit den Strukturfragen der Chemie. Unabhängig von Medelejew stellte er 1869 das Periodensystem der chemischen Elemente auf. Meyer und  Medelejew ordneten die Elemente nach ihrem Atomgewicht und erkannten, dass dieses den Charakter eines Elementes bestimmt. Meyer leistete somit einen wesentlichen Beitrag zur Systematisierung der chemischen Elemente. Zudem wird er aus heutiger Sicht, als Wegbereiter für die Begründer der integrierenden Physikalische Chemie gesehen.

Er versuchte im Grunde als erster die theoretische und physikalische Chemie in einem Lehrgebäude zu vereinen.

BUCH

Teil-Projekt 1

Das vorliegende Buch von Harald Kluge und Ingrid Kästner befasst sich mit dem gebürtigen Vareler Chemieprofessor Julius Lothar MEYER. Ein wichtiger Wegbereiter der theoretischen und physikalischen Chemie. 

Dieses Buch ist unter Mitarbeit von Eckhard Punzel und Heiko Scheepker entstanden. Der Druck wurde durch von Jandirk Burchards (Friesenapotheke Varel) und dem Förderverein für Kunst & Kultur Varel e.V. ermöglicht. (2014)

Lothar

Meyer

Kabinett

Teil-Projekt 2

Seit 2015 ist das Lothar-Meyer-Kabinett als Leihgabe unseres Fördervereins im Heimat Museum Varel zu sehen. Es zeigt das Werk und Original-Instrumente wie Glaskolben und -gefäße, die der Vareler Chemiker und Mitentdecker des Periodensystems bei seinen Forschungen verwendet hat.

Meyers größte Leistungen liegen bei der als grundlegend angesehenen Atomgewichtsbestimmung.

Stationen im Leben von Julius Lothar Meyer

in Varel

Lothar Meyer beginnt seine Studienzeit in Zürich. Neben den Medizin Vorlesungen besucht Lothar Meyer zusätzliche Vorlesungen und Praktika. In seinem Fokus standen unorganische und organische Experimetalchemie, spezielle Physik, Mineralogie und Geologie, Paleontologie, spezielle Botanik, Zellenlehre sowie die Zoologie der Wirbeltiere.

1. medizinische Dissertation: „Ueber die Abhängigkeit der Gefässe und der Pigmentzellen beim Frosch von dem Nerveneinfluß“.

2. medizinische Dissertation: „Die Gase des Blutes“ (Digitalisat).

1. chemische Dissertation: „De Sanguine Oxydo Carbonico Infecto“.

Habilitationsschrift: „Über die chemischen Lehren von Berthollet und Berzelius“. Zudem übernimmt Lothar Meyer die Leitung des Chemischen Laboratoriums des Physiologischen Instituts der Universität Breslau.

Der Karlsruher Kongress war das erste internationale Symposium der modernen Chemie. Zu diesem Symposium reisten 127 Chemiker aus Europa und Übersee an.

1866 erfolgte die Berufung als Dozent an die königliche Forstakademie in Neustadt-Eberswalde. Ab 1867 wirkt Lothar Meyer dort als Professor für Naturwissenschaften.

Am 01.09.1868 übernimmt Lothar Meyer den Vorstand des chemischen Laboratoriums der Polytechnischen Schule Karlsruhe.

Die Natur der chemischen Elemente als Function ihrer Atomgewichte (Arbeit). In dieser Veröffentlichung stellte er Überlegungen zu den Elementen der heutigen Hauptgruppen an. Diese werden sortiert nach dem Atomgewicht und der Wertigkeit in Perioden zu sechs Gruppen.

1882 erhielt Julius Lothar Meyer zusammen mit Dmitri Iwanowitsch Mendelejew diese höchste britische Auszeichnung für Wissenschaftler im Bereich der Chemie. Diese Davy-Medaille wird seit 1877 jährlich von der Royal Society vergeben. Benannt ist sie nach dem britischen Chemiker und Physiker Humphry

1876 wechselte Julius Lothar Meyer an die Universität Tübingen. Hier lehrte er als Professor für Theoretische Chemie. Zudem war er der Leiter des Hauptlaboratoriums.

in Tübingen